Wiederverwerten oder ersetzen

Diese Meldung las ich neulich in der Presse.

40 Konzerne: Anders mit Plastik umgehen

Die Weltwirtschaft will anders mit Plastik umgehen: 40 Konzerne haben auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine Erklärung unterzeichnet und wollen künftig mehr Kunststoff recyceln. Plastikprodukte sollen so gestaltet werden, dass sie erst gar nicht zu Abfall werden.
Die globale Kunststoffproduktion steigt von Jahr zu Jahr, die weltweite Recyclingquote aber ist niedrig und große Mengen Kunststoff verschmutzen die Ozeane. Über 300 Mio. t Kunststoff werden weltweit jährlich hergestellt, doch nur 14 % recycelt – der Rest landet auf Deponien oder in Müllverbrennungsanlagen. Und das ist noch die bessere Lösung, denn große Mengen werden überhaupt nicht erfasst und gelangen früher oder später ins Meer.

In Davos haben 40 multinationale Konzerne erklärt, diesen Plan unterzeichnen und damit unterstützen zu wollen. Prominente Namen wie Procter & Gamble sind darunter, Mars oder Danone, aber auch Kunststoffhersteller wie Amcor sind dabei.

Ein solcher globaler Plan ist zumindest ein Anfang: Während in einigen hochentwickelten Ländern wie Deutschland große Mengen des verbrauchten Kunststoffs schon heute recycelt, zumindest aber von der Abfallwirtschaft erfasst und verwertet werden, gelangt Plastikabfall in anderen Teilen der Welt ungeregelt in die Umwelt. Manche Länder verfügen nicht über eine geregelte Abfallwirtschaft oder die Bürger können sie sich nicht leisten.

Wenn doch in den wenigen hochentwickelten Ländern eine Kultur der Wiederverwertung entstanden ist, wäre es da nicht Zeit sich zumindest hier stärker für Ersatzprodukte einzusetzen ? Weil, Ziel muss es doch sein Kunststoffprodukte ganz vom Markt zu entsorgen und auf nachhaltig gewonnene Materialien umzustellen. Ich höre immer wieder :“Es gibt ja nichts passendes für meine Anwendung.“ oder „die Kosten für ein Alternativprodukt sind zu hoch.“ Ich behaupte einfach, die Verbraucher, auch Endverbraucher, nehmen lieber den bequemen Weg und fragen nicht nach Alternativen.

Wenn die Initiative nicht vom Verbraucher kommt, dann sind die Vermarkter in der Pflicht. Die wirkliche Marktmacht liegt dabei nicht bei den 40 großen global Playern. Nein die kleinen und mittelständischen Unternehmen, mit ihrer Kompetenz und Kundenbindung wären in der Lage hier entscheidendes zu vollbringen.

Aus diesem Grund starte ich hier meine Reihe „nachhaltig gut verpackt?„.

Schickt mir Links, Ideen, Erfahrungsberichte, alles ist willkommen. Wer Lust hat einen Gastbeitrag zu schreiben, kann mich gerne kontaktieren. Gerne höre ich eure Meinung zum Thema, auch als Kommentar unter diesem Beitrag, damit alle mitdiskutieren können.

Das Fragezeichen im Titel steht dafür, dass auch kritische Erfahrungen und Beiträge willkommen sind.

Quelle Auszüge: VR 18.01.2017
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